Skip to content

Schlagwort: gesellschaft

Die Dorfgemeinschaft – Von Park­anlagen und Exoten

Eine Dorfgemeinschaft kann vielen Stadtmenschen, Freidenkern und Einsiedlern wie die Hölle auf Erden erscheinen. Jeder kennt jeden, jeder tratscht über jeden, jeder beobachtet jeden … die Liste lässt sich endlos fortsetzen. Und doch … und doch kann eine solche Gemeinschaft einen starken Reiz ausmachen. Wenn man denn reinkommt.

Schreib einen Kommentar

Die Transitzone

transitzone
Der Weg von und zur Arbeit kann im winterlichen Berlin lang und grau sein. Die Sonne versteckt sich morgens noch hinter den Häuserfassaden. Abends – auf dem Rückweg – ist sie schon lange untergegangen. Nicht, dass dies von Relevanz wäre: Unterhalb der Stadt erreicht kein Sonnenstrahl das U-Bahn-Geflecht. Dort unten rasen tausende Menschen ihren Arbeitsplätzen entgegen – verschlafen, mürrisch und leidlich unmotiviert.

1 Kommentar

Poetry Night in Damaskus

poetry-night

Der alte Mann hatte eine tiefe, rauhe Stimme. Bereits seit einer Viertelstunde redete er ohne Unterbrechung. Sanft modulierte er seinen Tonfall, jedes einzelne Wort behandelte er wie eine Kostbarkeit. Versunken hörte ich ihm mit geschlossenen Augen zu. Ich verstand kein einziges Wort. Der alte Mann sprach arabisch, in der weichen, singenden Aussprache der Damaszener.
Es war Montagabend: Poetry Night.

Schreib einen Kommentar

Blut, Schweiß und Picadores

blut-schweiss-picadores

Eine Zeitlang jobbte ich an der französischen Atlantikküste als Guide für touristische Ausritte am Strand. Zusammen mit knapp 60 Pferden verbrachte ich die Hitze des baskischen Sommers in den Pinienwäldern hinter der Düne, die zum Strand führte. Eines Abends kam unser Chef vorbei, um mit uns einen freien Nachmittag lang auszugehen – und uns eine Corrida zu zeigen.

1 Kommentar

Ein Ricard nach der Messe

ricard-messe

Mariä Himmelfahrt ist in Frankreich ein Feiertag. Zum 15. August jeden Jahres öffnen die kleinen Kirchen im Süden Frankreichs ihre Türen und laden zum Gottesdienst ein. Ich bin nicht gläubig – zehn Jahre auf einem katholischen Internat haben mich gegen die Kirche geimpft. Dennoch erkenne ich die starke soziale und verbindende Funktion der sonntäglichen Messen auf dem Lande. Sie dienen nur oberflächlich der Anbetung eines Gottes. Sie sind Treffpunkt, ermöglichen den Austausch und die Pflege von Kontakten. Das zeigt sich ganz besonders an Feiertagen.

Schreib einen Kommentar